Im Jahr 2026 betrachten wir Kontaktimprovisation sowohl als körperliche als auch als philosophische Praxis – im Gleichgewicht zwischen Stabilität und Flug, Gewicht und Schwebe, Präsenz und Risiko. Durch Bewegung, Gespräche und gemeinsame Reflexion fragen wir:
Was bedeutet es, geerdet zu sein – als Künstler*innen, als Menschen, als Gemeinschaften – und was geschieht, wenn wir den Boden loslassen?
CI-Festival – 21. bis 28. August 2026
Zum Thema „Grounding and off Ground“ - durfte ich Klänge aus dem Moment entstehen lassen.
Grounding – Off Ground ist eine ortsspezifische Contact-Improvisation-Performance mit Lehrenden und Organisator:innen des Festivals. Die Arbeit entstand aus einer dreitägigen künstlerischen Kooperation vor dem Festival, in der die beteiligten Künstler:innen intensiv an Bewegungsmaterial, räumlicher Komposition und performativer Struktur arbeiteten.
Im Zentrum steht die Erforschung des Wechselverhältnisses von Gewicht und Schweben, Schwerkraft und Flug, Stabilität und Risiko. Schwerkraft wird dabei nicht als feste Bedingung, sondern als dynamische Partnerin begriffen – die Choreografie bewegt sich zwischen Fallen und Auffangen, Anlehnen und Heben, Nachgeben und Stützen. Balance erscheint so stets als vorübergehend und relational.
Der Partner kann die Erde sein
Ein Ort, an den man zurückkehren kann
Ein Orientierungsgefühl (wie ein beständiger Norden)
Die Menschen, die ich liebeEin Gefühl der Beruhigung
Knochen/Skelett
Atmung
Hier seinVerwurzelung im Nichtwissen
Verwurzelung in der Vergänglichkeit
Verwurzelung in einem lebendigen SystemVorfahren und das Land der Vorfahren
Grounding ist eine Handlung, kein statischer Zustand
Hängt vom Bewusstsein, der Aufmerksamkeit ab
Bewegung in der Geschwindigkeit deiner Aufmerksamkeit
Verbindung mit mir selbstIm Moment präsent sein dürfen
In einer Situation sein, in der man wirklich das tun kann, was man gerade tut
UnterstützungAbheben – emporsteigen
Frei fliegen
Sich öffnen
Das Stück versteht sich als lebendige Komposition, geformt durch Ort, Zeit und Begegnung – eine Einladung, Körper beim Denken, Anpassen und Neuordnen im Verhältnis zu Schwerkraft, Raum und zueinander zu beobachten.
Für die Begleitung mit Soundscapes reduzierte ich mich auf ein akustisches Setting, da ich dadurch flexibler auf die Tänzer:innen eingehen konnte. Die Musik lebt aus dem Erleben und der Präsenz des Momentes - eine Grundlage für Grounding.
Akkordeon, Klarinette, Rahmentrommel, Maultrommel, Stimme, Shruti Box
26. August im WEI SRAUM : Designforum Tirol, Innsbruck
Tanz: Pedro Penuela, Sarah Sea Clarke, Charlie Morrissey, Tamara Maksymenko
Musik: Michael Schrotter
Von Moment zu Moment, ein akustischer Tanz mit den Bewegungen im Raum, mit der Stimmung der Menschen. Ein Bezogensein auf den Tanz, selten ein Beeinflussen der Atmosphäre - eher ein Aufgreifen, Unterstützen - ein Halten des Raums mit den Soundscapes.
by Rumi
A story is like water
that you heat for your bath.
It takes messages between the fire
and your skin. It lets them meet,
and it cleans you!
…
Water, stories, the body,
all the things we do, are mediums
that hide and show what’s hidden.
…