Das bin ich - sind wohl große Worte. Tatsache ist, dass ich es noch immer nicht weiß. Jedenfalls schildere ich hier mein musikalisches Gewordensein.
Die Erzeugung von Klang faszinierte mich schon immer. Da ich in meiner Kindheit nicht die Möglichkeit erhielt, Musik zu erlernen, lernte ich autodidaktisch Gitarre, als ich mehr in meine jugendliche Selbständigkeit kam. Musikunterricht hätte mich zu sehr in Konstrukte gepresst.
Schon bald, in den 90er Jahren, kamen elektronische Musik, Synthesizer-Klänge und das Sampeln von Geräuschen aus Natur und Umwelt dazu. Für mich eröffnete sich ein Klangspektrum, in das ich damals eingetaucht bin und das ich nach wie vor mit Begeisterung entdecke.
Du kannst die Musik nur hören, wenn du wirklich still wirst …
Die Verbindung meines Klangschaffens mit Contactimprovisation veränderte meinen musikalischen Zugang.
Die Interaktion mit den Tanzenden und das Schaffen von Soundscapes eröffneten Dimensionen die ich davor nicht kannte.
Speziell daran ist, dass ich gefordert bin, in der Präsenz zu bleiben. Das Reagieren auf den Raum, den Tanz, die Stimmung fordert mich auf, im Hier und Jetzt zu sein. Aus diesem Erleben verwandelt sich die Stimmung in Musik und Klanglandschaften. Ein wechselseitiges Beeinflussen entsteht - zwischen mir als Musiker, dem Klang, den Tanzenden und dem Raum.
Ein wunderbares Wachstumsfeld.
Das Kit-Enseble Vienna - ein CI-Ensemble - zeigte im Wuk in Wien das Stück Oceanhands. Die von mir gestalteten Soundscapes ermöglichten ein Eintauchen in die Klänge des Meeres. Mehr erfahren. Ich freu mich über neue Performance-Projekte - vielleicht mit dir?
Spät entdeckte ich die Klarinette als musikalisches Ausdruckselement - und zum ersten Mal in meinem Leben war es mir möglich mir die Kunst des Speilens zeigen zu lassen. Mit Reinhard Grube tauche ich seit einigen Jahren in die geheimnisvolle Welt der Klarinette ein. Meine bevorzugte Stilrichtung ist hier Klezmer, aber auch die Klassik und der Jazz sollen nicht zu kurz kommen.